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Ziele und Inhalte
Beginn des Projekts Flüchtlingsbetreuung
Projektidee
Projektziel
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Beginn des Projekts Flüchtlingsbetreuung

Mit Aufklärungsarbeit allein und dem Werben für Verständnis in der Bevölkerung war den Flüchtlingen in Weiden jedoch noch nicht geholfen. Unmittelbar nach der Eröffnung des Auffanglagers erkannte Ursula Hess, daß die Flüchtlinge weitgehend sich selbst überlassen waren. Besonders die Kinder der Asylsuchenden litten unter der angespannten Situation.
Damals wie heute waren und sind die Lebens- und Wohnbedingungen für die Asylsuchenden nicht einfach: Oft leben Familien mit vier oder mehr Personen Tag und Nacht im selben Zimmer, was aufgrund der fehlenden Rückzugsmöglichkeiten zu innerfamiliärem Streß und Spannungen führt. Ganz zu schweigen von den Konflikten zwischen den Flüchtlingen untereinander. Diese bunt zusammengewürfelte Zwangsgemeinschaft besteht aus Menschen verschiedener Abstammung, Länder, Religionen, Sprachen und Kulturen und muß teilweise erst selbst lernen, die Unterschiede der anderen zu akzeptieren und zu tolerieren.
Ursula Hess machte sich 1985 vor Ort ein Bild und nahm sich besonders der Kinder im Auf-fanglager an. Diese waren verständlicherweise die sensibelsten Mitglieder in der Gruppe der Asylsuchenden. Die besondere Problematik liegt darin, daß Flüchtlingskinder die Flucht aus der Heimat, den Verlust der vertrauten Umgebung oder gar eines Elternteils nicht nachvollziehen können. Zum einen sind sie meist zu jung für die intellektuelle Aufarbeitung der Fluchtursachen. Zum anderen läßt die Traumatisierung und nachfolgende Verdrängung von schrecklichen Erfahrungen eine Aufarbeitung gar nicht erst zu. In dieser Situation war eine schnelle und konsequente Einbindung der Kindern in eine stabile soziale Umgebung dringend geboten.
Anfangs betreute der Arbeitskreis Asyl die Kinder direkt im Auffanglager, besuchte sie, erkundigte sich nach deren Bedürfnissen und half, so gut es ging, auch den Eltern der Kinder in allen möglichen Belangen. Im Lauf der Zeit entstanden entsprechend der Altersunterschiede eine Kindergarten- und verschiedene Schülergruppen, der sich immer mehr Kinder anschlossen. Dies war die Geburtsstunde der Betreuung von Flüchtligskindern in Weiden. Bald wurden die Räume im Sammellager zu eng. Als Retter in der Not sprang zum Glück die Stadt Weiden ein. Der Oberbürgermeister und der Weidener Stadtjugendring stellten Räume im Jugendzentrum zur täglichen Betreeung zur Verfügung.

 
 
   
 
 
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